Der Welten-Hüpfer und der blaue Glaspalast der Königin

Der querschnittsgelähmte Sven bekommt Besuch aus dem Weltall von einem Welten-Hüpfer namens 111. Das ist der Beginn einer Freundschaft, die Anderssein zulässt und gleichzeitig thematisiert. Eine Fortsetzungsgeschichte für Kinder und Erwachsene.

„Ich darf mitkommen“, sagte der blaue Welten-Hüpfer, noch bevor er die Hände, die er schützend vor sein Gesicht gehalten hatte, absenkte.

Sven sah 111 mit weit aufgerissenen Augen an. „Was machst du denn so früh hier?“

„Ich darf mit auf den Karnevalszug“, sagte 111. „Meine Eltern haben es mir erlaubt.“

Sven griff mit beiden Händen an die Räder seines Rollstuhls und begann damit, sich langsam auf den Welten-Hüpfer zuzubewegen. „Das ist super! Aber es beantwortet meine Frage nicht wirklich. Warum bist du so früh hier? Du hast Glück, dass niemand bei mir ist. Eben ist meine Mutter aus dem Zimmer gegangen, nachdem sie meine Hausaufgaben überprüft hatte.“

„Tja, Glück muss man halt zwischendurch auch mal haben“, antwortete 111 entspannt. Dann wurde sein Blick ernster. „Ich  bin so früh gekommen, weil ich mit meinen Eltern auf Salaxier verreise. Ich werde zwei Wochen nicht kommen können.“ Der Welten-Hüpfer und der blaue Glaspalast der Königin weiterlesen

Ich kann meinen Urlaub nicht komplett bis zum Jahresende nehmen – was nun?

Keine Sorge, auch dafür gibt es feste Regeln:

Der Urlaub muss grundsätzlich in dem Kalenderjahr, in dem er entstanden ist, vom Arbeitgeber gewährt und vom Arbeitnehmer genommen werden, so ist es gesetzlich geregelt. Nur wenn wichtige Gründe vorliegen, kann der Urlaub ausnahmsweise (bis zum 31.03.) des Folgejahres verschoben werden. Ich kann meinen Urlaub nicht komplett bis zum Jahresende nehmen – was nun? weiterlesen

Die Macht der Musik: Puhdys

Musik wirkt nach außen und berührt das Innerste. Sie macht uns lächelnd, rührt uns zu Tränen und kann uns zu Power verhelfen. Sogar als therapeutische Kraft wird sie von Psychologen und Medizinern eingesetzt.

Musik prägt uns deshalb von Geburt an und erschafft dabei Bilder. Nicht immer sind sie schön oder richtig. Vor allem, wenn als Musikthema Menschen mit Behinderung gewählt wird. Viele Stars haben sich kreativ in diese Richtung eingebracht und mit schönen Liedern die Welt begeistert. Einige sind sehr gelungen. Unbewusst wurden in manchen Liedertexten aber auch gesellschaftliche Einstellungen mit klischeehaften Bildern aufgezeigt. Unbeabsichtigt wurden damit auch Vorurteile genährt, obwohl eigentlich genau das Gegenteil beabsichtigt war.

proroba stellt Euch jede Woche einen Song vor, der sich mit dem Thema Menschen mit Behinderung auseinandersetzt.

Wie wirken die Texte auf Euch, wenn man sie gezielt auf Klischees betrachtet? Wir sind sehr gespannt auf Eure Blickwinkel, Analysen und Meinungen.

Sehr gerne nehmen wir Anregungen zu Musiktiteln, die Euch gefallen oder missfallen auf.

Heute haben wir für euch: Puhdys – Blind geboren Die Macht der Musik: Puhdys weiterlesen

Das Rechtsdienstleistungsgesetz – ein Stolperstein für viele Unterstützer im Persönlichen Budget

(Ein Kommentar von Ralf Monréal)

Es ist ein gutes Gesetz, weil es Sie vor schlechter, unqualifizierter Beratung in Rechtsfragen schützen soll, und gleichzeitig sagt, dass Sie einen Anspruch auf gute Beratung haben. Gleichzeitig ist es aber auch ein schwieriges Gesetz, da es kaum jemand versteht. Unabsichtlich oder sogar absichtlich führt es deshalb zwangsläufig zu Missverständnissen.

Viele Unterstützer im Persönlichen Budget trauen sich viel zu, sind sehr engagiert und wollen für schwerbehinderte Arbeitgeber sehr viel erreichen. Doch leider erkennen oder kennen diese Unterstützer teilweise ihre Grenzen nicht und können sich durch zu viel Engagement in rechtliche Schwierigkeiten bringen. Durch die Unkenntnis des Budgetberaters im Rechtsdienstleistungsgesetz ist es auch für die Behörden ein leichtes, einen ungewollten Antrag in eine falsche Richtung zu schieben und die Hilfegewährung zu erschweren. Diese Nutzung von behördlicher Seite ist zwar die Ausnahme, aber auch im zehnten Jahr nach Einführung des Persönlichen Budgets gibt es immer noch Sachbearbeiter, die auf jeden Fall verhindern wollen, dass Sie in ein selbstbestimmtes Leben wechseln können. Das Rechtsdienstleistungsgesetz – ein Stolperstein für viele Unterstützer im Persönlichen Budget weiterlesen

Alles halb so schlimm: Natürlich sind Sie bei der Arbeit als persönlicher Assistent unfallversichert

Gerade wenn Sie Familie haben, ist es wichtig, dass Sie sicher sein können, dass Sie abgesichert sind, wenn Sie sich im Haushalt ihres Arbeitgebers verletzen, ihnen keine zusätzlichen Kosten entstehen. Das ist im Fall der persönlichen Assistenz in einem Privathaushalt genauso eindeutig geregelt, wie bei jedem anderen Arbeitgeber. Dafür tritt die Unfallkasse ein. Bei ihr sind sie vom ersten Arbeitstag an versichert. Das gilt auch für den Weg zur Arbeit und von der Arbeit nach Hause.

Ihr Arbeitgeber, der Budgetnehmer, zahlt für Sie Beiträge bei der Unfallkasse ein. Diese werden anhand ihres Stundenzettels festgelegt.

Wissen sollten Sie allerdings, dass die Unfallkasse wie bei allen Arbeitsverhältnissen nicht in jedem Fall eintritt, und zwar aufgrund gesetzlicher Regelungen. Bei in der Arbeitspause zurückgelegten Wegen oder ausgeführten Tätigkeiten muss ein Arbeitsbezug vorliegen, sonst greift der Versicherungsschutz nicht. Im Folgenden zeigen wir Ihnen einige Beispiele auf: Alles halb so schlimm: Natürlich sind Sie bei der Arbeit als persönlicher Assistent unfallversichert weiterlesen

Der Welten-Hüpfer und der blauste Planet im gesamten Universum

Der querschnittsgelähmte Sven bekommt Besuch aus dem Weltall von einem Welten-Hüpfer namens 111. Das ist der Beginn einer Freundschaft, die Anderssein zulässt und gleichzeitig thematisiert. Eine Fortsetzungsgeschichte für Kinder und Erwachsene.

 „Es geschehen noch Zeichen und Wunder“, hatte die Mutter mit einem Augenzwinkern gesagt, nachdem Sven lieber ins Bett gewollt hatte, als sich einen Spielfilm im Fernsehen anzusehen.

Statt eine Antwort zu geben, hatte Sven seinen Eltern nur zugelächelt. Ihm war nicht nach reden. Dazu war er viel zu gespannt, was ihm sein blauer Freund mit dem Namen 111 heute Abend über seinen Heimatplaneten berichten würde. In einem Punkt war er sich sicher: Die Schilderungen von 111 würden mit Sicherheit seine Vorstellungen vom Heimatplaneten des jungen Welten-Hüpfers noch übertreffen. Doch auch er würde für eine Überraschung in Form einer Idee sorgen. Er war sich sicher, dass 111 davon restlos begeistert sein würde. Der Welten-Hüpfer und der blauste Planet im gesamten Universum weiterlesen

Don´t worry, be happy – so gelingt der harmonische Dienstplan

Neue Freiheitsgrade durch Selbstbestimmung und Eigenverantwortlichkeit. Mit dem Persönlichen Budget wird der Traum vom Leben außerhalb der Fürsorge und der Fremdbestimmung endlich möglich. Der Grund: Der Mensch mit Behinderung ist sein eigener Chef. Er gibt seinen Assistenzkräften Arbeitsanweisungen, damit der Tagesablauf genauso geregelt wird, wie der Budgetnehmer sich diesen wünscht. Die eigene Individualität, mit allen damit verbundenen Wünschen endlich leben zu können, ist auch der Motor dafür, dass man gerne mehr Verantwortung übernimmt. Nicht nur für sich, sondern auch für seine Mitarbeiter zu denen die Festangestellten, die Minijober und die ehrenamtlichen Helfer zählen. Ein harmonischer Dienstplan   bietet hier die besten Voraussetzungen, um Ihr Streben nach individueller Teilhabe am Leben mit den Möglichkeiten der Assistenzkräfte in Einklang zu bringen. Don´t worry, be happy – so gelingt der harmonische Dienstplan weiterlesen

Die Macht der Musik: Gerhard Schöne

Musik wirkt nach außen und berührt das Innerste. Sie macht uns lächelnd, rührt uns zu Tränen und kann uns zu Power verhelfen. Sogar als therapeutische Kraft wird sie von Psychologen und Medizinern eingesetzt.

Musik prägt uns deshalb von Geburt an und erschafft dabei Bilder. Nicht immer sind sie schön oder richtig. Vor allem, wenn als Musikthema Menschen mit Behinderung gewählt wird. Viele Stars haben sich kreativ in diese Richtung eingebracht und mit schönen Liedern die Welt begeistert. Einige sind sehr gelungen. Unbewusst wurden in manchen Liedertexten aber auch gesellschaftliche Einstellungen mit klischeehaften Bildern aufgezeigt. Unbeabsichtigt wurden damit auch Vorurteile genährt, obwohl eigentlich genau das Gegenteil beabsichtigt war.

proroba stellt Euch jede Woche einen Song vor, der sich mit dem Thema Menschen mit Behinderung auseinandersetzt.

Wie wirken die Texte auf Euch, wenn man sie gezielt auf Klischees betrachtet? Wir sind sehr gespannt auf Eure Blickwinkel, Analysen und Meinungen.

Sehr gerne nehmen wir Anregungen zu Musiktiteln, die Euch gefallen oder missfallen auf.

Heute haben wir für euch: Gerhard Schöne, Wellensittich und Spatzen Die Macht der Musik: Gerhard Schöne weiterlesen

Die „Wheelmap“: Eine App erleichtert den Alltag

Eine gehbehinderte Person ist unterwegs mit der Familie, ein Städtetrip mit dem Auto; spontan wird entschieden, dass ein Restaurant besucht werden soll. Hin- und Her geht die Fahrt, Familienmitglieder steigen aus dem Auto und kontrollieren, ob das Restaurant geeignet ist, wenn nicht, dann geht die Suche weiter.
Abhilfe schafft die App „Wheelmap“, ein einziger Blick auf die Karte zeigt, welche Orte rollstuhlgerecht sind. Sind keine Stufen vorhanden und alle Räume stufenlos erreichbar, so ist der Ort mit der Farbe Grün markiert. Wenn nur die wichtigsten Räume stufenlos erreichbar sind und es einen Eingang mit einer Stufe von maximal sieben Zentimeter Höhe gibt, dann hat der entsprechende Ort es eine orangefarbende Markierung. Nicht rollstuhlgerechte Orte sind rot eingefärbt. Wenn ein Ort die Farbe Grau hat, so wurden noch keine Infos zu dem Platz eingetragen. – Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, Informationen darüber abzurufen, ob die vorhandenen Toiletten behindertengerecht sind.
Alle Nutzer der App können sich registrieren und anschließend neue Orte hinzufügen, wodurch die Karte stetig wächst. Mittlerweile wurden über 815.000 Orte bewertet. Auch für Menschen mit Rollatoren und Familien mit Kinderwagen ist die App hilfreich.
Hinter der „Wheelmap“ – App steckt eine Initiative des gemeinnützigen Vereins Sozialhelden e.V.

Der Welten-Hüpfer und der Planet mit der Halsschmerzfeuerwehr

Der querschnittsgelähmte Sven bekommt Besuch aus dem Weltall von einem Welten-Hüpfer namens 111. Das ist der Beginn einer Freundschaft, die Anderssein zulässt und gleichzeitig thematisiert. Eine Fortsetzungsgeschichte für Kinder und Erwachsene.

Sven strahlte seinen Vater an. „Danke, Papa, das ist genau die Baseballkappe, die ich haben wollte. Wo hast du die her?“

„Ich hatte heute einen Termin und entdeckte sie zufällig auf dem Rückweg in einem kleinen Ladenlokal. Ich war mir nicht ganz sicher, ob es die richtige war.“

„Doch, es ist genau die, die ich mir schon so lange gewünscht habe. Danke, Papa. Vielen Dank.“ Sven setzte die Kappe auf und ließ sich rückwärts auf sein Bett fallen.

„Was ist eigentlich los mit dir?“, fragte Svens Vater.

„Was soll los sein? Ich freue mich über die Mütze.“

„Deiner Mutter und mir ist aufgefallen, dass du seit ungefähr einer Woche immer freiwillig und möglichst früh in dein Bett möchtest. Wir wundern uns nur ein wenig. In der Vergangenheit ging das Zubettgehen doch nie ohne Theater über die Bühne. Ist wirklich alles in Ordnung? Der Welten-Hüpfer und der Planet mit der Halsschmerzfeuerwehr weiterlesen