(Ein Kom­men­tar von Ralf Mon­réal)

Es ist ein gutes Gesetz, weil es Sie vor schlech­ter, unqua­li­fi­zier­ter Bera­tung in Rechts­fra­gen schüt­zen soll, und gleich­zei­tig sagt, dass Sie einen Anspruch auf gute Bera­tung haben. Gleich­zei­tig ist es aber auch ein schwie­ri­ges Gesetz, da es kaum jemand ver­steht. Unab­sicht­lich oder sogar absicht­lich führt es des­halb zwangs­läu­fig zu Miss­ver­ständ­nis­sen.

Vie­le Unter­stüt­zer im Per­sön­li­chen Bud­get trau­en sich viel zu, sind sehr enga­giert und wol­len für schwer­be­hin­der­te Arbeit­ge­ber sehr viel errei­chen. Doch lei­der erken­nen oder ken­nen die­se Unter­stüt­zer teil­wei­se ihre Gren­zen nicht und kön­nen sich durch zu viel Enga­ge­ment in recht­li­che Schwie­rig­kei­ten brin­gen. Durch die Unkennt­nis des Bud­get­be­ra­ters im Rechts­dienst­leis­tungs­ge­setz ist es auch für die Behör­den ein leich­tes, einen unge­woll­ten Antrag in eine fal­sche Rich­tung zu schie­ben und die Hil­fe­ge­wäh­rung zu erschwe­ren. Die­se Nut­zung von behörd­li­cher Sei­te ist zwar die Aus­nah­me, aber auch im zehn­ten Jahr nach Ein­füh­rung des Per­sön­li­chen Bud­gets gibt es immer noch Sach­be­ar­bei­ter, die auf jeden Fall ver­hin­dern wol­len, dass Sie in ein selbst­be­stimm­tes Leben wech­seln kön­nen.

Wie kön­nen Sie als Betrof­fe­ner ver­hin­dern, dass Sie die Fol­gen der feh­ler­haf­ten Bera­tung tra­gen müs­sen?

Fra­gen Sie Ihren Bud­get­be­ra­ter nach dem Rechts­dienst­leis­tungs­ge­setz, las­sen Sie sich auf­stel­len, wel­che Tätig­kei­ten Ihr Bud­get­be­ra­ter für Sie über­nimmt, und las­sen Sie die­se Auf­stel­lung von einem Rechts­an­walt prü­fen. Wird das nicht vom Bud­get­be­ra­ter gemacht, dann suchen Sie sich einen neu­en, um die Pro­ble­me von Anfang an aus­zu­schlie­ßen. Soll­ten Sie sich einen Anbie­ter suchen, der schon mehr als fünf Jah­re auf dem Markt tätig ist, kön­nen Sie sich sicher sein, dass der Anbie­ter sich schon inten­siv mit dem Rechts­dienst­leis­tungs­ge­setz aus­ein­an­der set­zen muss­te und den kor­rek­ten Weg ein­hält. Die­se Bud­get­be­ra­ter mit Erfah­rung sind in der Lage, zu erken­nen, ob die Reak­ti­on eines Leis­tungs­trä­gers berech­tigt ist.

 

Foto: J. Stum­pe