Ihr erin­nert Euch doch sicher noch an die Geschich­ten vom Wel­ten­hüp­fer? Hil­ke, 10 Jah­re alt, hat die Geschich­te wei­ter ent­wi­ckelt und in einem Comic auf­ge­zeich­net. Ich lie­fe­re Euch hier ein­zig den Hin­ter­grund – denn es sind eini­ge Jah­re ver­gan­gen, seit der Wel­ten­hüp­fer das ers­te Mal ins Svens Zim­mer gelan­det war – und schrei­be die Geschich­te des Comic auf, weil man nicht alle Sprech­bla­sen ganz ein­fach lesen kann.

In einer der letz­ten Geschich­ten war der Wel­ten­hüp­fer mit Svens Fami­lie beim Kar­ne­val. Das hat ihm so gut gefal­len, dass er noch mehr Aus­flü­ge mit der Fami­lie unter­nom­men und die Welt so bes­ser ken­nen gelernt hat. Die farb­lo­sen Erden­bür­ger erschie­nen ihm irgend­wann auch ohne Kar­ne­vals­schmin­ke gar nicht mehr so farb­los, er gewöhn­te sich an ihre hel­le Gesichts­far­be. Auch erkann­te er nach und nach die unter­schied­li­chen Gesichts­zü­ge der Men­schen, so wie wir fest­stel­len, dass nicht alle Chi­ne­sen gleich aus­se­hen, wenn wir meh­re­re Men­schen aus die­sem rie­si­gen Land ken­nen ler­nen. Lang­sam wur­de er hei­misch auf die­sem Pla­ne­ten, der für ihn vor­her nur einer unter vie­len war, und er ent­schied sich, auf der Erde zu blei­ben. Svens Fami­lie nahm ihn zunächst bei sich auf. Natür­lich ging er mit Sven zur Grund­schu­le. Da es aber inzwi­schen auch eine Ali­en-Schu­le in der Stadt gab, auf die Kin­der vom Mond, vom Mars und eben Wel­ten­hüp­fer gin­gen, die man inzwi­schen gar nicht mehr so sel­ten auf der Stra­ße sah, besuch­te er die­se ab der fünf­ten Klas­se.

Nach dem Abschluss ging das gro­ße Kopf­zer­bre­chen los: was mach ich nur, was soll mein Beruf wer­den? Meh­re­re Ver­su­che schei­ter­ten, so wie das ist, wenn die Tätig­keit ein­fach nicht zu den Ide­en passt, die man im Kopf hat.

Beim Maler strich der Witz­ling, wie er sich jetzt nann­te, statt der Fens­ter­rah­men die Fens­ter­schei­ben – und wur­de ent­las­sen. Beim Bäcker ver­such­te er, die Tor­te in die Schreib­ma­schi­ne ein­zu­span­nen, um sie zu beschrif­ten. Das war eine Rie­sen­schwei­ne­rei. Des­we­gen set­ze auch der Bäcker ihn auf die Stra­ße. Beim Komi­ker ging der Witz­ling schließ­lich mit auf die Büh­ne – und die Besu­cher wur­den immer mehr, die Zuschau­er waren begeis­tert von ihm. Hier konn­te und woll­te er blei­ben.

Text: Brit­ta Som­mer

Idee und künst­le­ri­sche Umset­zung: Hil­ke Som­mer