Bis zum 30.6.2017 bezahl­te die Pfle­ge­kas­se Ren­ten­be­trä­ge für Pfle­ge­per­so­nal nur, solan­ge sie selbst noch kei­ne Ren­te bezog. Dank des neu­en Fle­xi­ren­ten-Geset­zes kann nun grund­sätz­lich jede Pfle­ge­per­son zusätz­li­che Anwart­schaf­ten erwer­ben. Dabei ist es uner­heb­lich, ob die Per­son schon Rent­ner ist oder eben noch nicht. Durch den Wech­sel in die fle­xi­ble Teil­ren­te muss die Pfle­ge­ver­si­che­rung auch für pfle­gen­de Rent­ner Bei­trä­ge bezah­len. Dadurch erhöht sich nach und nach der Ren­ten­an­spruch.

Vor­aus­set­zung: Der zu pfle­gen­de Ange­hö­ri­ge oder Freund im häus­li­chen Bereich hat min­des­tens Pfle­ge­grad 2, die Pfle­ge erfolgt nicht erwerbs­mä­ßig und hat einen Umfang von min­des­tens zehn Stun­den, ver­teilt auf min­des­tens zwei Tage pro Woche.

In der Pra­xis kann das dann so aus­se­hen: Wer die Regel­al­ters­gren­ze (65 Jah­re plus) erreicht hat und schon die vol­le Ren­te bezieht, kann die­se durch Ren­ten­bei­trä­ge der Pfle­ge­ver­si­che­rung auf­bes­sern. Dazu muss aus dem Voll­ren­ten­be­zug in einen soge­nann­ten Teil­ren­ten­be­zug gewech­selt wer­den.   Dabei ver­zich­tet man auf 1% der Voll­ren­te. 99% der Ren­te blei­ben also erhal­ten. Dazu muss ein schrift­li­cher Antrag bei der Ren­ten­ver­si­che­rung mit einer kur­zen Begrün­dung gestellt wer­den. Im Gegen­zug auf den Ver­zicht von 1%, gibt es Zah­lun­gen durch die Pfle­ge­ver­si­che­rung auf das Ren­ten­kon­to. Dadurch erhöht sich der Ren­ten­be­zug im Fol­ge­jahr. Die Berech­nun­gen dazu wer­den immer jeweils zum 1. Juli durch­ge­führt. Bera­tungs­stel­len der Ren­ten­ver­si­che­rung kön­nen genau berech­nen, wie nach und nach der Ren­ten­an­spruch dadurch wächst.

Wird die Pfle­ge been­det, kann man ein­fach wie­der in die Voll­ren­te wech­seln und sich über die höhe­ren Ren­ten­zah­lun­gen freu­en. Glei­ches gilt auch für Per­so­nen, die eine vor­ge­zo­ge­ne Alters­ren­te in Anspruch genom­men haben.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen gibt es bei der Pfle­ge­kas­se, dem Ren­ten­ver­si­che­rer und bei Ren­ten- und Pfle­ge­be­ra­tungs­stel­len.