Ein selbst­be­stimm­tes und frei­es Leben ist für vie­le von uns selbst­ver­ständ­lich. Wir tref­fen Ent­schei­dun­gen, regeln unse­re Finan­zen und küm­mern uns um all­täg­li­che Fami­li­en­an­ge­le­gen­hei­ten. Doch was pas­siert, wenn wir dazu auf ein­mal nicht mehr in der Lage sind? Was, wenn wir durch einen Unfall oder per­sön­li­chen Schick­sals­schlag nicht mehr die Fähig­keit besit­zen unser eige­nes Leben zu gestal­ten?

Für sol­che Fäl­le gibt es eine gesetz­li­che Betreu­ung. Eine gesetz­li­che Betreu­ung kann auf vie­le ver­schie­de­ne Auf­ga­ben­be­rei­che ange­wen­det wer­den, je nach­dem, in wel­chem Lebens­be­reich Defi­zi­te für den Betrof­fe­nen exis­tie­ren. Grund­sätz­lich besteht die Pflicht des zuge­wie­se­nen Betreu­ers dann dar­in, Scha­den vom Betreu­ten abzu­wen­den.

Es ist durch­aus mög­lich, Auf­ga­ben­krei­se mit­ein­an­der zu kom­bi­nie­ren oder sogar zu erwei­tern, soll­ten die Ein­schrän­kun­gen des Betrof­fe­nen wei­te Tei­le der all­täg­li­chen Lebens­ge­stal­tung betref­fen.

Hat der Kon­takt des Betreu­ten zu Fami­li­en­an­ge­hö­ri­gen oder Nach­barn bei­spiels­wei­se nach­tei­li­ge Aus­wir­kun­gen auf die Gesund­heit, kann der Betreu­er in die­sem Fal­le eine Auf­ga­ben­kreis­er­wei­te­rung bean­tra­gen. Die­se Erwei­te­rung muss dann in Bezug auf das „Umgangs­be­stim­mungs­recht“ bei Gericht geneh­migt wer­den. Erst dann hat der Betreu­er ein Recht dazu, ein Besuchs­ver­bot für Per­so­nen zu ver­hän­gen.

 

Text: P. Stei­ger­wald
Foto: Pixabay