Das Merk­zei­chen “H” bedeu­tet im Schwer­be­hin­der­ten­aus­weis “Hilf­los”. Ein­ge­tra­gen wird es, wenn “der schwer­be­hin­der­te Mensch hilf­los im Sin­ne des § 33b des Ein­kom­men­steu­er­ge­set­zes (Absatz 6) oder ent­spre­chen­der Vor­schrif­ten ist”.

In der Anla­ge zur Ver­sor­gungs­me­di­zin-Ver­ord­nung (Vers­MedV) wird unter Punkt 4. b) zu “Hilfs­lo­sig­keit” fol­gen­des aus­ge­führt:

Hilf­los sind die­je­ni­gen, die infol­ge von Gesund­heits­stö­run­gen — nach dem Neun­ten Buch Sozi­al­ge­setz­buch (SGB I X) und dem Ein­kom­men­steu­er­ge­setz ‘nicht nur vor­über­ge­hend’ — für eine Rei­he von häu­fig und regel­mä­ßig wie­der­keh­ren­den Ver­rich­tun­gen zur Siche­rung ihrer per­sön­li­chen Exis­tenz im Ablauf eines jeden Tages frem­der Hil­fe dau­ernd bedür­fen. Die­se Vor­aus­set­zun­gen sind auch erfüllt, wenn die Hil­fe in Form einer Über­wa­chung oder einer Anlei­tung zu den genann­ten Ver­rich­tun­gen erfor­der­lich ist oder wenn die Hil­fe zwar nicht dau­ernd geleis­tet wer­den muss, jedoch eine stän­di­ge Bereit­schaft zur Hil­fe­leis­tung erfor­der­lich ist.”

Scha­de, dass der Gesetz­ge­ber mit „hilf­los“ einen unpas­sen­den Begriff gewählt hat. Denn Men­schen mit Behin­de­rung sind ja nicht hilf-los, son­dern wie alle ande­ren ein­fach nur hin und wie­der auf Hil­fe ange­wie­sen.

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