Vor­trag in Reken zeig­te Mög­lich­kei­ten des Per­sön­li­chen Bud­gets auf

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Mehr Selbst­be­stim­mung und ein bes­se­res Leben mit Schwer­be­hin­de­rung durch das Per­sön­li­che Bud­get war das The­ma eines Vor­trags von Sarah Ren­sing und André Win­kels in Reken. Die bei­den Fach­leu­te aus dem Team pror­o­ba gaben den Teil­neh­mern dabei einen fas­zi­nie­ren­den Ein­blick in die Mög­lich­kei­ten, die der Gesetz­ge­ber seit 2008 Men­schen mit Behin­de­rung bie­tet, die ein selbst­be­stimm­te­res und eigen­stän­di­ge­res Leben mit neu­en Frei­heits­gra­den füh­ren wol­len. Das Mot­to dahin­ter: Teil­ha­be statt Für­sor­ge und Geld statt Sach­leis­tun­gen.

Der Schritt in ein sol­ches neu­es Leben gelingt dadurch, dass alte Leis­tungs­for­men auf­ge­löst und durch das Arbeit­ge­ber­mo­dell neu­ge­ord­net wer­den. Die ange­streb­te Neu­ord­nung gelingt, weil der Mensch mit Behin­de­rung sei­ne Assis­tenz­kräf­te mit finan­zi­el­len Mit­teln von unter­schied­li­chen Trä­gern selbst anstellt und bezahlt.

Es war ein span­nen­der Ter­min, der viel Raum für Inter­ak­ti­on mit dem inter­es­sier­ten Publi­kum zuließ“, erläu­tert Sarah Ren­sing, Team­lei­te­rin Außen­dienst bei pror­o­ba. „An gemein­sam mit dem Publi­kum erar­bei­te­ten Fall­bei­spie­len haben mein Kol­le­ge André Win­kels und ich auf­ge­zeigt, wie es dank des Per­sön­li­chen Bud­gets mög­lich ist, sei­ne Ver­sor­gung selbst zu orga­ni­sie­ren, Benach­tei­li­gun­gen zu ver­mei­den und das Wunsch- und auch das Wahl­recht zu för­dern. Die Grund­la­ge, die der Gesetz­ge­ber dafür geschaf­fen hat, ist ein­deu­tig: Alle Men­schen mit kör­per­li­cher, geis­ti­ger oder psy­chi­scher Behin­de­rung mit all­täg­li­chen, regel­mä­ßi­gen, wie­der­keh­ren­den Bedar­fen haben unab­hän­gig vom Alter, der Wohn­si­tua­ti­on, vom Schwe­re­grad der Behin­de­rung und auch von der Geschäfts­fä­hig­keit einen Anspruch dar­auf. Die diver­sen Leis­tungs­trä­ger finan­zie­ren dann zum Bei­spiel Arbeits­as­sis­tenz, Schul­as­sis­tenz, Frei­zeit­as­sis­tenz, Früh­för­de­rung, Haus­halts­hil­fe, Pfle­ge und Behand­lungs­pfle­ge.

Im wei­te­ren Ver­lauf der Ver­an­stal­tung gaben wir noch Ein­bli­cke in die indi­vi­du­el­le Antrag­stel­lung, die Bedarfs­fest­stel­lung und die Kos­ten­kal­ku­la­ti­on.

Beson­ders hat uns gefreut, dass wir im Anschluss für wei­te­re Vor­trä­ge zum The­ma Per­sön­li­ches Bud­get ange­spro­chen wur­den.

Für mich war die Inter­ak­ti­on mit dem Publi­kum so nach­hal­tig berüh­rend und inter­es­sant, dass ich mit leb­haf­ter Mimik und Ges­tik mei­nen Kol­le­gen in Düs­sel­dorf davon berich­tet habe. Ich freue mich des­halb sehr auf vie­le wei­te­re Vor­trä­ge die­ser Art und möch­te mich an die­ser Stel­le noch ein­mal ganz herz­lich für das ent­ge­gen­ge­brach­te Inter­es­se und die Ein­la­dung des Ver­eins „Leben im Alter in Reken“ bedan­ken.“

Ansprech­part­ner: Sarah Ren­sing