Die Pfle­ge und Betreu­ung von Ange­hö­ri­gen ist eine Her­zens­an­ge­le­gen­heit, die aller­dings auch kräf­te­zeh­rend ist. Zwi­schen­durch muss man des­halb auch mal an sich selbst den­ken. Eine kur­ze Pfle­ge-Aus­zeit in Form eines Urlaubs ist hin und wie­der ein­fach ein Muss. Manch­mal ist die Aus­zeit aber auch nötig, weil man selbst krank gewor­den ist.

Für Fäl­le wie die­se hat der Gesetz­ge­ber die Ver­hin­de­rungs­pfle­ge geschaf­fen.  Pfle­ge­be­dürf­ti­ge, die von ihren Ange­hö­ri­gen zu Hau­se ver­sorgt und betreut wer­den, erhal­ten näm­lich Ver­hin­de­rungs­pfle­ge, wenn ihre Ange­hö­ri­gen eine Ver­tre­tung brau­chen. Das kön­nen stell­ver­tre­tend Pfle­ge­hilfs­kräf­te, Ange­hö­ri­ge, Ver­wand­te, Nach­barn oder auch Freun­de sein. § 39 im Sozi­al­ge­setz­buch Elf (SGB XI) regelt Leis­tun­gen, Umfang und Kos­ten der Ver­hin­de­rungs­pfle­ge.

Auch wenn Ihr Ange­hö­ri­ger ein Per­sön­li­ches Bud­get erhält, ist die Ver­hin­de­rungs­pfle­ge mög­lich. Die Ange­hö­ri­gen oder Freun­de sind meist trotz der Assis­tenz für Ihre Lie­ben da und geben ger­ne Ihre Zeit um zu hel­fen. Bei einer 24-Stun­den Pfle­ge- und Betreu­ung ist aller­dings eine Ein­zel­fall­prü­fung not­wen­dig.

Die Ver­hin­de­rungs­pfle­ge erstat­tet die Kos­ten bis zu einer bestimm­ten Höhe, wenn der Pfle­ge­be­dürf­ti­ge Pfle­ge­grad 2, Pfle­ge­grad 3, Pfle­ge­grad 4 oder Pfle­ge­grad 5 hat.

Sie haben Fra­gen zur Ver­hin­de­rungs­pfle­ge? Wir geben Ihnen die Ant­wor­ten, die Sie suchen und hel­fen auch bei der Bean­tra­gung.

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